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Der folgende Leserbrief bezog sich auf einen Artikel über eine geplante Erhöhung des Elternbeitrages an Solinger Grundschulen. Der Leiter einer solchen Schule beklagte darin die Knappheit der Finanzmittel, die auch durch zusätzliche neue Bücher aufgrund der Rechtschreibreform verursacht werde.

Leserbrief vom 07.01.2002 im Solinger Tageblatt

Schulpolitik

Unsinnige Reformen

Es kommt, wie es kommen sollte: Zuerst setzte das Schulministerium 1998 eine unsinnige Schreibreform durch, die laut vieler Umfragen von durchschnittlich 80% der Bevölkerung abgelehnt wird und die zahlreiche Doppeldeutigkeiten verursacht und die Fehlerzahl unterm Strich nicht vermindert, sondern teilweise noch erhöht. Dann "mussten" trotz knapper Mittel bewährte Schulbücher in deutscher Rechtschreibung ausrangiert werden, weil die Zwangsreform zusätzliche (!) neue Bücher erforderte – so der Leiter der Grundschule Wiener Straße am 15. Dezember. Jetzt sollen die Eltern diese "Reform" durch einen höheren Elternbeitrag weiter finanzieren. Zum Dank dürfen sie sich anschließend von ihren eigenen Kindern mit klein geschriebenem "du", "dich" etc. beleidigen lassen. Eine Presse schließlich, die selbst Leserbriefe zwangsreformiert, liefert dem Schulministerium den Vorwand, an der "Reform" festzuhalten.

Hans-Jürgen Martin



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