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Dieser Leserbrief bezog sich auf den Artikel "Schreibreform: Ein Rat als letzter Versuch" vom 15.10.2004.

Leserbrief vom 03.11.2004 im Solinger Tageblatt

Rechtschreibung

Gegen den Willen des Volkes

Daß der "Rat für deutsche Rechtschreibung" ein "letzter Versuch" einer Verständigung sei, stimmt leider nicht: Er ist auch personell die Fortsetzung der aufgelösten Zwischenstaatlichen Kommission. Wäre er repräsentativ für die Bevölkerung, müßten 60% seiner Mitglieder gegen die "Reform" sein, 11% dafür und 29% unentschieden.
    Tatsächlich ist es umgekehrt. Nicht einmal der "Ickler", die deskriptive Konkurrenz zum Duden und Bertelsmann-Wörterbuch, ist vertreten. In dieser Situation ist es fast schon nebensächlich, daß 18 Delegierte 82,5 Millionen Bundesbürger und genauso viele die acht Millionen Österreicher und fünf Millionen deutsch sprechenden Schweizer vertreten sollen. Es handelt sich also nur um einen weiteren Versuch, die deutsche Sprache gegen den Willen des Volkes zu ändern. Die Folgen – sprunghaft angestiegene Rechtschreibfehler – sind überall in Prospekten, Schaufenstern und Schüleraufsätzen zu "bewundern".

Hans-Jürgen Martin



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